Bericht über die Projekte von Direkthilfe Nepal e.V.

Liebe Freundinnen und Freunde von Direkthilfe Nepal e.V., NAMASTE,

hiermit möchte ich über unser Projekt in Nepal berichten und mit einer sehr erfreulichen Nachricht beginnen:

Sabina, Rita und Samikshya haben ihre Schulabschlüsse nach der 10. Klasse (SEE) mit Bestnoten bestanden. Samikshya hat die Bewertung "outstanding", Sabina "excellent " und Rita "very good" erhalten. Ein großartiger Erfolg, über den wir uns alle sehr freuen.

Unsere SchülerInnen auf den weiterführenden Schulen können dank der gespendeten Tablets am Online-Unterricht teilnehmen, der regelmäßig in Form von Videokonferenzen durchgeführt wird.

In Kürze soll mit unserer finanziellen Hilfe die siebte Klasse der Janata English School mit Tablets ausgestattet werden, damit auch hier Online-Unterricht stattfinden kann. Dazu werden zwölf Tablets benötigt, vier für die LehrerInnen und acht für sechzehn SchülerInnen, die sich vorerst zu zweit ein Tablet teilen müssen. Die Kosten für das Internet (mobile Daten) werden auch von Direkthilfe Nepal e.V. übernommen. Da die Schulen in Nepal wegen der Coronakrise bis auf Weiteres geschlossen bleiben und langfristig lokale Lockdowns zu erwarten sind, scheint dies der einzige Weg zu sein zu unterrichten. Für uns alle ist das ein kleines, spannendes Pilotprojekt. Wir hoffen, dass die Nepalesen die Coronakrise ebenso gut meistern wie die Folgen des Erdbebens vor fünf Jahren. Damals haben sie beim Wiederaufbau viel Improvisationstalent gezeigt.

Herr Janak konnte die Austeilung der Carepakete an 35 arme Familien im Distrikt Gorkha unter schwierigen Bedingungen fortsetzen. Während des Monsuns waren die Straßen in die Dörfer oft nicht befahrbar, was die regelmäßige Austeilung erschwert hat.

Wir sind froh, dass wir unsere Covid-19-Nothilfe auch in Butwal, einer Stadt im Süden Nepals, zwanzig hungerleidenden Familien anbieten können. Mit Hilfe unseres nepalesischen Vereinsmitglieds Sagar haben wir dort über seine Mutter, Freunde und eine Schule ein sicheres Netzwerk aufbauen können. Damit ist gewährleistet, dass die Hilfe bei den Bedürftigen ankommt.

Insbesondere arme Menschen in Nepal leiden sehr unter den Auswirkungen der Coronakrise. Durch lokale Lockdowns in einigen Distrikten im Terai und im Kathmandutal grassiert weiterhin der Hunger. Mangels Krankenversicherung in den meisten Distrikten können sich viele PatientInnen keine ärztliche Behandlung und keinen Coronatest leisten.

Die Covid 19-Fallzahlen sind im August 2020 wieder dramatisch gestiegen. Laut Kathmandu Post gab es täglich ca. 1200 Fälle bei geringer Testkapazität und einem völlig unzureichenden Gesundheitswesen. Allerdings gab es bis heute nur 251 Todesfälle. Das Dorf Amppipal, wo sich unser Schulprojekt befindet, blieb bisher wie durch ein Wunder von Corona verschont. Unsere Kinder, ihre Familien und die LehrerInnen sind gesundheitlich wohlauf. Ganesh, einer unserer älteren Schüler, beklagt sich jedoch sehr über den Stillstand und die mangels Arbeit verheerende finanzielle Lage seiner Mutter und seiner zwei jüngeren Geschwister. Es hat ihn offensichtlich sehr getroffen, dass das Pabitra College - eine staatliche Schule - den Online-Unterricht kürzlich eingestellt hat. Auch die LehrerInnen an der Janata English School und der Old Capital School erhalten seit März 2020 keine Löhne, abgesehen von unseren bescheidenen Lohnzuzahlungen, und sind somit auch von Armut betroffen.

Hoffen wir das Beste für die Zukunft.

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung der bedürftigen Menschen in

Nepal. Ihre Verbundenheit mit dem Schulprojekt von Direkthilfe Nepal e.V. hilft sehr in dieser schwierigen Zeit.

Für unsere Covid-19-Nothilfe besteht noch Förderbedarf.

Ursula Ochs

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